• Mathias Feiter und seine Frau Theresia

    Mathias Feiter und seine Frau Theresia, ca. 1870 in Parkersburg, West-Virginia, USA

    So weit reichen die Wurzeln von Kieninger Bau in die Geschichte hinab. In diesem Jahr beginnt der Ur-Ur-Ur-Großvater von Franz Kieninger, der Maurermeister Mathias Reiter aus Weißenbach, mit seinen Arbeiten am Turm der evangelischen Kirche in Goisern. In den folgenden Jahren jedoch stagniert die Wirtschaft, es wird wenig gebaut. Daher entschließt sich Reiter – ein zupackender, entscheidungsfreudiger Mensch und ein fachlich kompetenter, risikofreudiger Unternehmer – in die Vereinigten Staaten auszuwandern und schifft sich 1867 mit seiner Familie in Hamburg auf der ,,Allemania“ ein, Kurs New York. Er geht nach Parkersburg in West-Virgina, bleibt seinem Gewerbe treu, baut Brücken und Kirchen.

  • Das Wohnhaus von Mathias u. Theresia Reiter Weißenbach 7

    Das Wohnhaus von Mathias u. Theresia Reiter Weißenbach 7. in Goisern

    1875 bis 1877 wird die Eisenbahn durchs Salzkammergut gebaut. Den dadurch ausgelösten wirtschaftlichen Aufschwung des Baugewerbes vorausahnend, kehrt Mathias Reiter 1877 in die Heimat zurück. Tatsächlich setzt in den 188Oer-Jahren, vor allem nach Errichtung des Jodschwefelbades in Bad Goisern, ein Bauboom ein: Reiter beteiligt sich an zahlreichen Projekten, etwa am Bau der Schulen in Obertraun, St. Agatha und Goisern. Reiters Tochter Catharina hatte in den USA den Goiserer Johann Schnöll geheiratet, deren Kinder Johann August und Franziska waren in Amerika geboren worden. Nach dem Tod Mathias Reiters 1909 übernimmt sein Enkel Johann August Schnöll die Baufirma des Großvaters und fuhrt den Betrieb durch die schwierige Zeit des 1. Weltkriegs, des Zusammenbruchs der Monarchie und der I920er-Jahre. Schnöll gilt als, tüchtiger Maurermeister, auf dessen Pläne und Voranschläge man sich verlassen konnte.